Montag, 28. Juli 2014

Kindergeburtstag: Zur perfekten Schatzsuche/Schnitzeljagd in 6 Schritten





1. Lege die optimale Route fest
Überlege dir einen schönen Zielort (Waldspielplatz etc.), an dem die Kinder nach Ankunft gerne etwas Zeit verbringen. Gehe vom Zielort aus die Wunschstrecke ab, am besten im "Kindertempo". 
Eine Schatzsuche sollte nicht länger als 1 - 1,5 Stunden dauern. Gerade wenn Kinder in größeren Gruppen unterwegs sind, ist es sonst schwierig alle über einen solch langen Zeitraum zusammenzuhalten. Berücksichtige bei der Planung auch, dass die Suche nach Hinweisen, das Rätseln und die Erfüllung der Aufgaben Zeit in Anspruch nimmt. Berücksichtige dabei auch das Alter der Kinder und die Beschaffenheit der Strecke (ist sie steil? In der prallen Sonne? Dann lieber etwas weniger Zeit dort verbringen.).
Lieber den ersten Teil der Strecke mit dem Auto zurücklegen und in geeigneter Entfernung mit der Suche beginnen, als nach einer Stunde in der Pampa zu stehen mit einer Horde quengelnder, müder Kinder die Durst haben, zur Toiletten müssen, schwitzen oder in die Brennnesseln getreten sind.
Wenn du die Strecke abläufst oder fährst, halte Ausschau nach Stellen, an denen die Hinweise gut platziert werden können und fotografiere (!) sie in der richtigen Reihenfolge.


2.Fertige die Karten
Mit Hilfe der Fotos kannst zu Hause beginnen, die Karten zu gestalten. Am Besten ist es, wenn die Kinder nach spätestens 10 Minuten Fußmarsch die nächste Karte entdecken, da sie sonst schnell die Motivation verlieren und anfangen zu trödeln oder zu quengeln.
Die Karte sollte immer die Strecke vom aktuellen Standort bis zum Fundort der nächsten Karte zeigen (kindgerecht). Mit einem Feuerzeug lassen sich die Karten wunderbar ankokeln, so dass sie wie "echte" Schatzkarten wirken. Denke daran, sie zu nummerieren, damit du sie später wieder leicht zuordnen kannst.



3. Überlege dir Aufgaben
Einfach nur nach Kartenstücken zu suchen wird schnell langweilig. Für eine etwas spannendere Schatzsuche lege jedem Kartenstück einen Hinweis oder eine Aufgabe bei, die die Kinder lösen müssen um den Fundort des nächsten Kartenstückes zu erfahren.

Berücksichtige bei den Aufgaben, dass die Kinder unterschiedliche Stärken, Schwächen und Interessen haben. Um alle bei Laune zu halten, sollten die Aufgaben daher abwechslungsreich sein.
Als kleine Anregung einige Aufgaben, die wir beim 8. Geburtstag verwendet haben:
(je nach Alter vereinfachen oder schwieriger gestalten)



  • Naturkunde-Quiz (siehe Foto)
  • unterschiedliche Verkehrszeichen aufmalen
  • Gruppenrechnen (wer die Antwort kennt, ruft sie. Eine bestimmte Anzahl Aufgaben muss in X Minuten gelöst werden/bevor die Sanduhr abläuft)
  • Tiere nachahmen
  • Flaschenpost suchen (wenn Bach auf der Strecke ist)
  • Rätsel lösen, Bsp: Was hört ohne Ohren, spricht ohne Mund und antwortet in allen Sprachen? (Antwort: Das Echo).
  • Geburtstagskind muss einen Begriff pantomimisch darstellen, Gäste haben X Minuten Zeit, den Begriff zu erraten
  • Die Namen von Mindestens 5 Märchen aufschreiben, in denen ein Prinz/eine Prinzessin vorkommt

Zu guter Letzt sollten Die Hinweise natürlich auch wie echte "Schatzkarten" aussehen: Eine gute Gelegenheit, im Garten nochmal zu "zündeln" ;-) . Die angekokelten Ränder sehen super aus. Anschließend zusammenrollen, nummerieren(!) und mit einer Schnur fixieren


4. Lege Regeln fest
Damit es keine Streitereien gibt, ist es hilfreich im Voraus einige kurze, einprägsame und verständliche Regeln für die Kinder zu formulieren. Diese am besten aufschreiben und ausdrucken und den Kindern vor der Schatzsuche geben. Denn so formelle Regeln hinterlassen bei den Jüngeren noch großen Eindruck. Während des Abenteuers werden sie sich dann gegenseitig an die Einhaltung erinnern. So kannst du ganz einfach Unstimmig- oder Ungerechtigkeiten vermeiden.



5. Denke an das Equipment
Natürlich benötigst du für eine Schatzsuche auch eine Schatzkiste. Diese lässt sich am besten befüllen mit den obligatorischen Kindergeburtstag-Giveaways (je nach Alter) und einigen Süßigkeiten. Wir haben für jedes Kind ein Tütchen befüllt und dieses mit Namen beschriftet, so umgeht man auch gleich das Chaos vor dem nach Hause bringen, wenn alle ihre Tütchen suchen und anfangen, sich darum zu streiten.
Toll sind auch Seifenblasen oder Equipment/Spielsachen, die direkt am Zielort verwendet werden können.



6. Tipps für den großen Tag
Je nach Größe der Gruppe und Alter der Kinder ausreichend Begleitpersonen mitnehmen. Diese sollten genügend Getränke, Snacks, Taschentücher und Pflaster im Rucksack haben sowie alle Utensilien,  die für die Lösung der Aufgaben benötigt werden (z.B. eine Sanduhr).
Wir haben die Schatzsuche über eine 5 km lange Strecke gemacht und sind am Ende auf einem Waldspielplatz gelandet. Mein Mann fuhr kurz vor dem Start voraus, brachte die Karten und Hinweise an den richtigen Stellen an (am besten erst kurz vorher machen damit sie nicht von anderen gefunden und entfernt werden). Außerdem hatte mein Mann die Schatzkiste und ein großes Picknick dabei, beides hat er auf dem Waldspielplatz arrangiert und vorbereitet bis wir kamen. Gut war übrigens auch, ein Auto am Ziel zu haben denn für den Rückweg waren die Kids dann doch zu ausgepowert.


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Abenteuer Schatzsuche!

NACHTRAG:

Auf Facebook habe ich nach weiteren Anregungen und Ideen für eine Schatzsuche gefragt und diese wunderbaren Tipps von der absoluten Kindergeburtstags-Expertin Simone erhalten, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

- Wer nicht so gut zeichnen kann, kann auch Fotos von markanten Punkten, die die einheimischen Kinder vielleicht kennen als "Schatzhinweis" hinterlassen!

- Schatzkarten werden super wenn man sie etwas nass macht, und mit etwas löslichem Kaffeepulver beschmiert und wieder trocknen läßt!

- Wenn man keine Möglichkeit hat die Kinderanzahl zu transportieren ist der Party-Ort eben Start & Ziel!

- Wir machen es oft so, dass wir die Gäste aus dem Kindergarten gemeinsam abholen. Ich auf dem Weg zum KiGa alles verstecke und die Schnitzeljagd dann auf dem Weg zu uns stattfand.

- Und wir haben immer die Goldtaler von Weihnachten in der Schatzkiste! 


Vielen Dank für deine tollen Ergänzungen, Simone!
 


Dienstag, 22. Juli 2014

Haltet Eure besten Kindersprüche fest!

Jeden Tag gibt es etliche Situationen, in denen ich mich köstlich über die Formulierungen meiner Kinder amüsiere. Die Große ist ja grade erst 9 geworden, da werden die lustigen Wortgebilde schon immer seltener. Zum Glück gleicht das der Zwerg wunderbar wieder aus, denn mit ihren bald 3 Jahren ist sie inzwischen unstopable und gibt alles wieder, was sie irgendwo aufschnappt (am Liebsten natürlich im falschen Zusammenhang). So darf ich mir schon mal anhören, dass die falsche Marmelade auf dem Brot "nicht lebenswert" sei.

Ich muss zugeben, ich bin mittlerweile etwas Twitter-angefixt. Die 140 Zeichnen eigenen sich natürlich hervorragend, um solche Gesprächsfetzen festzuhalten (HIER könnt ihr mir übrigens auf Twitter folgen). Denn so lustig es auch ist, genauso schnell geraten die phantasievollen Formulierungen auch wieder in Vergessenheit. Ich bin jetzt schon ein bisschen traurig darüber, dass ich keine "Best of" Sammlung der Sprüche meiner Großen habe. Das ließe sich doch eines Tages wunderbar zur Hochzeit schenken oder zumindest in Fotoalben unterbringen.




Bei Twitter bin ich übrigens auch über Susanne und Oliver gestolpert. Die beiden haben 2 Söhne die ebenfalls begabte Wortschöpfer sind und  kamen so auch auf die Idee, ihre Website www.kindermund.net ins Leben zu rufen. Eine wunderbare Idee wie ich finde!
Dort kann man kostenlos und ohne Registrierung sowohl die Kindersprüche anderer mitlesen (köstlich!), als auch seine eigenen anonym eintragen.
Das Besondere: Man kann jederzeit seine Beiträge wieder einsehen und sich später für die  Familienbibliothek ein Buch mit den Sprüchen der Kinder zuschicken lassen. 

Ich weiss jetzt schon, dass es mir eines Tages zu doof sein wird tausende meiner Tweets zu durchforsten, nur um mir nochmal alle tollen Kindersprüche zusammenzustellen. Daher werde ich wohl anfangen, unsere Sprüche auf Kindermund.net zu sammeln und freu mich jetzt schon auf den Tag an dem ich runzlig, alt und kichernd in meinem Schaukelstuhl sitze mit dem Büchlein in der Hand (wenn ich nicht gerade die Sprüche meiner Enkel twittere). 
Natürlich auf meiner Veranda. 
Am See. 
Aber das ist ja jetzt auch nebensächlich.