Donnerstag, 30. Januar 2014

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kinder zu bekommen?

 

Warum Eltern sein nicht einfach ist

  es gibt gute Gründe, keine Kinder zu bekommen



Angestossen von den etlichen Diskussionnen, die in den letzten Wochen durch Netz, TV und sogar die FAZ gingen, möchte ich heute mit euch ein paar meiner Gedanken zu diesem Thema teilen. Als Mutter zweier Kinder. Als Frau die sich für das Abenteuer "Mama" entschieden hat. Einmal ungeplant (aber trotzdem von der ersten Minute der Schwangerschaft an gewünscht) und einmal unter "Kopfzerbrechen" geplant und organisiert.

Dass die Geburtsraten in Deutschland zu niedrig sind und das Alter der Erstgebärenden immer höher wird (vor allem bei gut ausgebildeten Frauen), ist ein Fakt. Daher zerbrechen sich eine vielzahl von Politikern, Forschern, Journalisten, Philisophen, Lehrern, Erziehern, Gesellschaftskritikern und nicht zu guter letzt Eltern und Menschen die es werden wollen darüber den Kopf, woran das liegen könnte und welche Maßnahmen notwendig sind, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Fragen wie :
"Wollen wir Kinder?" und wenn ja  
"Wann lässt das unsere Situation zu?" 
"Wie wird die Elternschaft unsere finanzielle Situation verändern?",
"Wie unsere Beziehung?" 
"Was wird aus unseren Karrieren?",
"Was aus meinen Plänen und Träumen?",
"Wann ist der richtige Zeitpunkt?" stellt sich wohl jedes Paar ab einem gewissen Zeitpunkt.

Aus Frauensicht birgt das Thema Kinderkriegen erstmal viele Risiken und Faktoren, die die meisten sehr kritisch abwägen. Wenn wir uns vorstellen, welche Konsequenzen die Entscheidung für ein Kind mit sich bringt, wirkt das teilweise beängstigend.
Auch wenn einige Männer auf unterschiedlichem Niveau in den Medien immer wieder äußern, wir Frauen sollten uns nicht so anstellen, Kinder zu bekommen wäre noch niemals so einfach gewesen wie heute und in keinem anderen Land bietet der Staat eine solche finanzielle Unterstützung für Eltern, bin ich doch der Meinung, dass sich die Herren der Schöpfung nicht im geringsten darüber im Klaren sind, welche Tragweite eine solche Entscheidung für Mütter mit sich bringt. 

Trotz Emanzipation und Gleichstellung, trotz gleichberechtiger Partner in Beziehungen: 
Wir kommen um die Biologie nicht herum!


Trotz der 2 Monate Elternzeit, die der Vater on top vom Staat bezahlt bekommt, wenn er sie in Anspruch nimmt und trotz der (wenigen) Arbeitgeber, die grundsätzlich bereit sind, ihren Mitarbeitern geschlechtsunabhängig Teilzeitstellen anzubieten sind es doch letzten Endes die Frauen, die die Schwangerschaft mit möglichen Komplikationen und gesundheitlichen Einbußen überstehen müssen.
Wir Frauen sind es, die gebären, die in den Mutterschutz gehen, die ihre Kinder in der Regel stillen oder dies zumindest versuchen, die also deswegen 7 Tage die Woche alle paar Stunden für mind. 30 min. ein Kind oder eine Milchpumpe am Busen hängen haben. Wir Mütter sind es dann auch, die die Erwartungen der Gesellschaft erfüllen sollen. Oder wie oft werden Väter danach gefragt, wieviele Stunden sie pro Woche arbeiten? Ab wieviel Uhr sie Feierabend haben? Ob sie ihre Kinder selbst abholen?


Welcher Mann hat Sorge, dass er von Kunden oder Projekten abgezogen wird, weil er seinem Chef eröffnet, dass Nachwuchs ansteht?

Wir Frauen sind es also die nach der Geburt (zumeist sehr gerne!) eine erhebliche Zeit zu Hause mit dem Kind verbringen. Wenn wir es uns und dem Nachwuchs endlich zutrauen, einige Stunden am Tag Gebrauch von einer Kita zu machen und uns wieder dem Beruf widmen sollen beginnt der Kampf um einen Platz, die Sorgen um Arbeitszeiten und Gebühren. Wer seinen alten Job noch hat und diesen mit denselben Verantwortungen und Aufgaben, aber einer deutlich geringeren Stundenanzahl als bisher ausüben darf, ist leider ein Einzelfall.
Denn die Zeit steht nun mal nicht still.
69% der Mütter sind der Meinung, dass sich in Deutschland Beruf und Familie schlechter miteinander vereinbaren lassen, als in anderen Ländern. *
Aber nicht nur die Sorge, dass sich Ausbildung, Studium, Jahre voller Überstunden und Engagement letzten Endes für einen gewissen Zeitraum nicht auszahlen, treibt uns um.


90 Prozent aller Alleinerziehenden sind Frauen. Das Armutsrisiko ist hoch! **

Wir sehen, wie Beziehungen und Ehen zerbrechen. Wir wollen nicht blauäugig und mit rosaroter Brille durch die Welt spazieren und beim Scheitern unserer Partnerschaft den Super-GAU erleben.
Leider ist mir persönlich keine Alleinerziehende bekannt, die es schafft mal eben so locker flockig ohne Unterstützung die mehrköpfige Familie allein über die Runden zu bringen ohne zeitliche, emotionale oder finanzielle Abstriche zu machen. Auch das macht Angst. Selbst wenn uns diese Entwicklung unwahrscheinlich erscheint, möglich ist sie immer.


Zeit für "sich selbst"? Fehlanzeige! 

Laut einer Umfrage, die 2012 durchgeführt wurde, belegen bei den Hauptgründen für Kinderlosigkeit junger Menschen aber erstaunlicherweise nicht Angst vor Trennung, finanzieller Notlagen oder beruflicher Einbußen die forderen Plätze. Auch die Wohnsituation oder Betreuungsproblematik bereitet weniger als einem Viertel der Befragten das große Kopfzerbrechen. Hingegen geben 36% der Befragten an, sie möchten möglichst viele Freiräume, Zeit für sich und ihre Hobbys haben. Weitere 27% stören sich daran, mit Kindern weniger Zeit für Freunde zu haben.***

In einer weiteren Studie mutmaßen die Befragten über die Gründe dafür, dass viele Deutsche auf Familie verzichten. Platz 1 belegt (mit 60%) folgende Aussage: "Viele Deutsche wollen lieber frei und unabhängig bleiben" ****

Ein berechtigtes Argument. Ich bin mir sicher die meisten Eltern bestätigen meine Aussage, dass es wohl gelogen wäre zu behaupten, man könne als Eltern seine Freundschaften und privaten Freizeitaktivitäten in derselben Intensität pflegen wie zuvor.


Wie verrückt muss man also heute sein, sich trotz der vielen rationalen Einwände noch Kinder zu wünschen?


Mütter/Eltern können solche Sorgen und Befürchtungen Kinderloser nicht zerstreuen.  
Kinder zu haben war nie "einfach", ist es nicht und wird es auch nie sein. Und diese Tatsache steht unabhängig von politischen, finanziellen und privaten Voraussetzungen.




 
Diese Punkte bedenkt niemand bei der Familienplanung, und doch sind sie die größte Last, die Eltern zu tragen haben:
 

Kinder zu haben ist schon deshalb nicht einfach, weil unser Herz an ihnen hängt.
Mehr als an allem anderen, das wir zuvor kannte.
Mehr als wir je in der Lage waren, uns vorzustellen.
Es ist nicht einfach, weil wir uns ständig Sorgen machen.
Weil wir sie beschützen möchten.
Vor jeglichem Unrecht auf dieser Welt.
Es ist nicht einfach, weil genau das unmöglich ist und uns diese Tatsache verzweifeln lässt.
Wir wollen nicht, dass unsere Kinder Enttäuschungen erleben. Dass sie verletzt werden. Dass sie auf Ablehnung stoßen. Dass sie versuchen und scheitern. Dass sie je traurig oder unglücklich sind.
Doch all diese Dinge werden ihnen widerfahren im Laufe ihres Lebens. 

Wir Mütter sind oft verzweifelt und überfordert durch Schlafmangel und 24-Stunden Einsätze. Doch das vergessen und verdrängen wir. Denn uns überkommt so oft ein Glücksgefühl das wir bis dahin nicht kannten: Beim ersten Blickkontakt, Lächeln, Kichern, "Mama", Kuss, Schritt, Kompliment, Liebesbeweis ...

Wir Mütter ärgern uns, im Job Abstriche machen zu müssen. Und doch ist es nur halb so wild, denn unser Feierabend ist schöner denn je und unser neuer Lebensmittelpunkt.


Wir Mütter schimpfen über schlaffe Haut und Dehnungsstreifen. Und vergessen es wieder, weil wir am Strand nicht mehr knackig aussehen, sondern Wellen fangen und Sandkuchen kosten müssen. Und das macht so viel mehr Spaß.

Uns Eltern ist es egal, dass das Budget für Luxusartikel sinkt, denn wir haben dafür etwas von viel größerem Wert. Kinder sind teuer, aber das macht nichts. Was übrig ist, wird investiert. Nicht bei jedem ist es Disneyworld. Egal, Enten füttern und Picknick am See hat für Kinder denselben Wert. Wir investieren jeden verfügbaren Euro und jede verfügbare Minute in ihr Glück. Und nie hat sich eine Investition besser ausgezahlt. 

Wir Eltern gehen nicht mehr ständig aus, hübschen uns füreinander auf und stehen dem anderen immer mit unserer vollen Aufmerksamkeit, unserem Geist, Witz und Charme zur Verfügung. Wir haben keine Energie, den Partner zu vergöttern, ihn auf Händen zu tragen, originell zu sein oder ständig voller Leidenschaft übereinander herzufallen.
Aber wir haben neue Momente der Intimität.
Wir erkennen unseren Partner in unseren Kindern wieder.  
Wir teilen unsere liebsten Erinnerungen.
Wir waren dabei, als die Kinder das erste Mal ihre Augen aufschlugen.
Wir unterstützen uns gegenseitig, wenn der andere an seine Grenzen stößt.
Wir toben mit den Kindern durchs Bett und kitzeln uns. Wenn wir nachts erschöpft nebeneinander liegen, glücklich darüber dass die Kinder schlafen, berühren sich unsere Hände und wir wissen, was wir einander bedeuten.
Und wenn wir es mal schaffen, auszugehen drehen sich die Gespräche nur um die Kinder. Wir merken das und freuen uns darüber. Weil es kein schöneres Gesprächsthema gibt.
Und keinen Gesprächspartner, der unsere Begeisterung besser teilen könnte.
Wenn wir daran denken, eines Tages wieder ein leeres Haus zu haben, tröstet uns die Hoffnung auf Enkelkinder.



Unabhängig von Job, Zeit, Alter, verfügbarem Nettoeinkommen oder Wohnort werden wir sowohl diese Sorgen, als auch das Glück immer gleich intensiv erleben. Daher ist für mich der perfekte Zeitpunkt zum Kinderkriegen.... IMMER!

Alle Sorgen, Ängste und Befürchtungen sind berechtigt, denn die Meisten treten ein. Doch wenn es soweit ist, ist das nicht halb so schlimm, wie wir dachten. Der Maßstab ist neu definiert, die wesentlichen Dinge zählen. Wir können ohne Kinder mit einem tollen Job, tollen Hobbys und Freunden und einem tollen Partner ein tolles Leben führen. 


Oder wir können uns ins Chaos werfen für ein vollkommenes Leben.


* Quelle: Statista 2014, " Lassen sich in Deutschland Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren oder ist das schlechter gelöst als in anderen Ländern?"
** Filmtipp: Frontal21, ZDF, "Armutsrisiko bei Alleinerziehenden" (zdf.de)
*** Quelle: Statista 2014, "Die wichtigsten Gründe für Kinderlosigkeit in Deutschland 2012"
****Quelle: Statista 2014, "Warum gründen viele Deutsche keine Familie?"

Dienstag, 14. Januar 2014

10 Dinge die wir vor unseren Kindern niemals zugeben würden

 10 Dinge die wir vor unseren Kindern niemals zugeben würden


  • Dass wir beim Brettspiel auch schon geschummelt haben

  • Dass ein Teil des Brotdoseninhalts das verschmähte Vesper vom Vortag ist

  • Dass wir heimlich ihre Spiele auf unseren Tablets zocken
 
  • Dass wir selbst bei der Kleiderwahl auch ab und zu "hübsch" dem "warm" oder "bequem" vorziehen

  • Dass wir manche Anliegen absichtlich auf "später" verschieben, weil sie bis dahin wieder vergessen sind

  • Dass wir ein Drittel ihrer Nikolaus/Osterausbeute abends vor dem Fernseher gefuttert haben


  • Dass wir beim Disney-Film mitgeweint haben

  • Dass der reglose Vogel in der Böschung sich nicht nur "ausruht" 
 
  • Dass ein Großteil der gebastelten Weihnachts-, Geburtstags- und Muttertagsgeschenke entsorgt wurde

  • Dass wir manchmal nur so tun, als müssten wir telefonieren damit Ruhe ist





Welche "schmutzigen" Geheimnisse habt ihr :-) ?

Montag, 13. Januar 2014

Yummy Mantı - türkische Teigtaschen

Yummy Mantı - türkische Teigtaschen

mit leckerer Kichererbsen- Füllung


Perfekt als Häppchen fürs Buffet oder auch mal als vollwertige Mahlzeit.

Zutaten (ca 70 Stück/ 4 Port. als Hauptspeise):

450g Mehl
Salz, Pfeffer
2 Eier
1 Eigelb
70 ml Wasser
400g Kichererbsen (Dose)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Paprikapulver scharf
1 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Chillischote
2 TL brauner Zucker
400g Dosen- Tomaten (stückig)
500ml Gemüsebrühe
frische Minze
frische Petersilie
frischer Koriander
1 kleiner Becher Naturjoghurt

1.  Mehl und eine Prise Salz in eine große Schüssel geben. Dann die Eier und das Eigelb mit dem Wasser verquirlen und zugeben. Alles mit den Händen gut durchkneten, so dass ein glatter Teig entsteht. Diesen dann abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen.

2. Kichererbsen in der Küchenmaschine zerkleinern und mit dem Kümmel und dem Paprikapulver würzen. Wer keine Küchenmaschine hat, kann die Kicherebsen auch mit dem Mörser zerstoßen oder der Gabel zerdrücken.

3. 2 der Knoblauchzehen abziehen, durch die Knoblauchpresse in den Joghurt drücken und verrühren, beiseite stellen.

4. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und die 2 restlichen Knoblauchzehen abziehen und kleinhacken, andünsten.  Dann die entkernte und gehackte Chillischote, den Zucker und die Tomaten zugeben. Die Mischung 10-15 Min. lang auf niedriger Hitze einkochen lassen. Dann etwas gehackte Minze und Koriander zugeben und beiseite stellen.

5. Den Ofen bei Ober/Unterhitze auf 200 Grad vorheizen. Dann den Teig auf der bemehlten/mit Backpapier belegten Arbeitsplatte dünn ausrollen. Quadrate mit ca 4 cm Seitenlänge herausschneiden. Den Verschnitt immer wieder neu ausrollen und zuschneiden. Mit einem Teelöffel auf jedes Quadrat eine kleine Menge der Kichererbsen- Mischung geben. Dann die Ecken zusammennehmen und festdrücken. 

6. Die Teigtaschen in eine große Ofenform setzen und mit der Brühe übergießen. Dann im Ofen ca. 30-40 MIn. backen bis sie goldgelb sind. 

7. Teigtaschen aus der Brühe nehmen und auf einer Platte anrichten. Die Tomatensauce nochmals erhitzen und darüber geben. Anschliessend mit dem Knoblauch-Joghurt und der Petersilie garnieren und noch warm servieren.

Zubereitungszeit: 60 Min + 60 Min. Ruhezeit

Kcal pro Portion: 416

Eiweiß: 15g
Kohlenhydrate: 74g
Fett: 8g






Montag, 6. Januar 2014

Das Shopping-Leiden der Mütter

Das Shopping-Leiden der Mütter

es ist einfach nicht mehr dasselbe...


ja, ich gestehe- ich bin auch betroffen: Ich liebe Schuhe! Nicht, dass ich süchtig nach ihnen wäre. Ich bin nur sehr.... nennen wir es mal begeisterungsfähig, was schicke Fußbekeidung betrifft.

Ich finde, Schuhe darf und sollte man für jeden Anlass in jeder Farbe besitzen, denn sie sind es, die oftmals ein "Irgendwas" zum "Outfit" machen.
Auch Schuh-Shopping bereitet mir Freude - zumindest in der Theorie.
Denn in meinen kühnsten Träumen läuft es ungefähr folgendermaßen ab:

 Ich betrete mit meinen beiden Kindern einen Schuhtempel, der bei entspannendem Ambiente eine große Auswahl an Schuhen in Größe 39 bietet, die ich so schön finde, dass ich mich kaum entscheiden kann.
Während ich mich dann in aller seelenruhe durch die Modelle probiere, warten meine Kinder ruhig, geduldig und engelsgleich darauf, dass ich das passende Paar gefunden habe, bejubeln dieses, verhalten sich vorbildlich bis ich bezahlt habe und verlassen dann den Laden wieder mit mir.

Leider varriert das reale Szenario etwas:

Ich betrete mit meinen Kindern einen viel zu heissen Schuhladen, in dem die meisten Modelle maximal bis Größe 36 hübsch sind. Leider git es laut Aussage der genervten Verkäuferin nur, was ich im Regal sehe. Das bedeutet, die schönen Sachen sind grundsätzlich ausverkauft. Entschlossen versuche ich, mich trotzdem zu einem Frustkauf durchzuringen, denn irgendetwas brauche ich ja, das zu Kleidungsstück XY passt. Dieses Unterfangen wird etwas verkompliziert durch den Zwerg, der total verschwitzt durch den Laden rennt und wie ein Tornado sämtliche Schuhpaare aus den Regalen fegt. Eine Pause legt sie nur ein, um die Preisschilder zu entfernen. Währenddessen spielt die Große Topmodel und stakst auf lilafarbenen Satin-Pumps vor dem Spiegel auf und ab. Während ich also versuche, die Schuhe im vorgelegten Tempo wieder einzuräumen und meinem Sprössling währenddessen einen Vortrag über die Folgen hoher Absätze für Körperhaltung und die Wirbelsäule halte, realisiere ich, dass mein Frust nicht groß genug ist, um für ein Paar Frustkauf-Schuhe 120€ hinzublättern. So verlasse ich entnervt und unverrichteter Dinge den Laden....

Da ich fest davon ausgehe (die Hoffnung stirbt zuletzt), dass wir in Kürze ein winterliches Schneeparadies hinter dem Haus vorfinden werden, brauche ich dringend neues Schuhwerk. Nicht, um ein Outfit zu komplettieren, sondern nur ein einfaches Paar Snow-Boots, das dem geplanten Schneemannbauen und Schlittenfahren stand und die Füße warmhält. Um dem Schuhladen-Drama zu entgehen, habe ich beschlossen, mir zum ersten Mal Schuhe online zu bestellen. Also bestelle ich mir 3 hübsche Paare (verringert das Enttäuschungs-Risiko um 66%) mit guten Bewertungen bei einem großen Online-Versandhandel (aaaaah!) und freue mich, als das Paket eintrifft. Ich verstecke mich damit im Schlafzimmer und öffne es. Noch bevor ich den Deckel abnehmen kan steckt der Zwerg den Kopf durch die Tür:

"Mamaaaaa! Was machsu?" 
- "Ich mache das Paket hier auf"
"Was is da drinnen???"
-"Schuhe"
der Zwerg kommt angestapft und schiebt mich zur Seite. Dann packt sie das Paket aus, als hätte sie nie etwas anderes getan. Sie begutachtet alle 3 Paare fachmännisch und ist von einem ganz besonders angetan "Die sehn ja schön aus!"
Dann schlüpft sie hinein. Alle Anstrengungen, sie davon zu überzeugen, dass diese Schuhe zu groß für sie sind sind nutzlos. Überzeugt davon, dass diese Stiefel als Overknees perfekt zum XL-Shirt passen, stolziert (oder stolpert) sie den Rest des Tages damit in der Wohnung herum und weigert sich, mich meine eigenen Schuhe auch mal anprobieren zu lassen. Auch beim Home-Shopping leibt man also als Mutter vor nichts verschont...

Naja, zumindest den Geschmack scheint sie von mir geerbt zu haben. Ich habe mich auch in genau dieses Paar verliebt und es (nachdem ich es nachts heimlich anprobiert habe) behalten.



Freitag, 3. Januar 2014

Kısır - leichter Bulgur- Salat

Kısır  - leichter Bulgur-Salat

schneller, türkischer Salat



Ideal als Salat auf dem Buffet, leichte Beilage zu Fleisch oder Fisch oder als kalorienarmes Hauptgericht.


Zutaten (4 Port.):

175g Bulgur
3 EL Olivenöl
2 Zitronen
2 EL Tomatenmark (besser noch Salça)
2 TL brauner Zucker
1 rote Zwiebel
1 rote/gelbe Chillischote oder 2 TL kırmızı biber
1 Bund Minze
1 Bund Petersilie (glatt)



1. Bulgur in eine Schüssel geben und reichlich kochendes Wasser darüber geben. Umrühren und dann zugedeckt 20-30 Min ziehen lassen (bis der Bulgur das Wasser aufgesogen und sich sein Volumen verdoppelt hat).

2. Olivenöl und Saft der Zitronen zusammen mit dem Tomatenmark zugeben und alles gut durchmischen.

3. Zwiebel halbieren und in feine Streifen schneiden. Mit dem Zucker, der gehackten Chillischote/ kırmızı biber und den frischen, gehackten Kräutern zugeben und vermengen.

4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Zimmertemperatur mit Zitronenspalten servieren.


Zubereitungszeit: 10 Min. + 30 Min. Ziehzeit

Kalorien p. Portion: 150

Eiweiß: 3g
Kohlenhydrate: 22g
Fett: 6g

(Ausserdem: 55mg Calcium
wichtig für gesunde Knochen, Zähne, die Blutgerinnung, Verdauung, Reizübertragung in den Nerven und den Energiestoffwechsel.)